Neurologische
Erkrankungen

neue Behandlunsfelder der HBO-Therapie

Schlaganfall

Bei einem Schlaganfall kann sich die Regenerationsphase über viele Monate hinziehen, ohne deutliche Besserung zu erreichen. Das gesunde Gehirn verwendet ca. 20% des Sauerstoffes aus unserer Atmung. Zur Behebung der Schäden eines Schlaganfalls wird entsprechend mehr Sauerstoff benötigt. Nur kann der Körper aus der normalen Umgebungsluft nicht mehr Sauerstoff in den Blutkreislauf bringen. 

Hier kann – nach einer Studie aus Tel Aviv (2013) – die HBO-Therapie Abhilfe schaffen: Durch den hohen Sauerstoffgehalt können die Schäden an den Nervenbahnen repariert werden. Lähmungen, Taubheitsgefühle können verschwinden.

Zum jetzigen Zeitpunkt ist die DIE DRUCKKAMMER die deutschlandweit einzige Behandlungseinrichtung mit Erfahrungen auf diesem Gebiet.

Ein intensives Vorgespräch und genaues Studium der medizinischen Unterlagen ist obligat. In der Regel sind weitere Untersuchungen notwendig.

Migräne/ Cluster-Kopfschmerz

Häufig gut gemeinte Tipps wie, “trinke mehr Wasser”, oder ” nimm Aspirin” helfen bei Migräne oft nur unzureichend oder gar nicht. Manchmal helfen sogar die verschriebenen Medikamente nicht mehr.

Durch die hohe Sauerstoffkonzentration während der HBO-Therapie kann innerhalb weniger Minuten eine Verengung der Blutgefäße im Gehirn bewirkt werden. Damit kann die für Migräne vermutete Gefäßerweiterung wirksam und schnell behoben werden.

Aber auch prophylaktisch kann die Sauerstofftherapie bei Migräne helfen – nach etwa 10 Sitzungen ist das Migräneanfallsrisiko bereits deutlich reduziert und kann mit weitere Einzelsitzungen sogar über Monate verhindert werden.

Spastiken/ hypoxische Hirnschäden

Das menschliche Hirn benötigt ca. 20% des durch die Lunge aufgenommenen Sauerstoffs für seine Funktionen. Kommt es hier zu Schädigungen, reicht die normale Umgebungsluft nicht mehr aus, um den Hirn bei der Reaktivierung und Regenierung der Zellen zu helfen.

Die HBO-Therapie kann hier helfen. Durch die physikalische Wirkung wird bis zu 20mal mehr Sauerstoff im Blut transportiert als in der Umgebungsluft.

In der Wissenschaft gibt es bisher keine Studien zu Patienten mit Spastiken oder hypoxischen Hirnschäden, deshalb können wir uns nur auf unsere Einzelfallbeobachtungen verlassen. Hier konnten unsere Patienten, z.T. auch Kinder, bzw. deren Angehörige über Besserungen im Alltag durch geringere oder verschwunden Spastiken berichten. 

Eine generelle Aussage über die Möglichkeiten, oder die spätere Entwicklung ist nicht seriös. Ein individuelles Arztgespräch mit Vorlage aller Arztbriefe ist deshalb zwingend erforderlich, um etwaige Chancen und Risiken benennen zu können.